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Gruppe:Chemikalien
Untergruppe:diverse weitere Laborchemikalien,Peptonwasser
Artikel:Gepuffertes Peptonwasser

Buffered Pepton Water

Laborbedarf, Chemikalien, Biochemikalien, Pulvermedien,gepuffertes Peptonwasser
Bezeichnung:

Empfohlen als Voranreicherungsmedium zur Steigerung der Ausbeute geschädigter Salmonellenarten aus Lebensmitteln vor der selektiven Anreicherung und Isolierung sowie aus Proben

Zusammensetzung für 20g zum Auflösen auf 1.0l:

  • Proteose-Pepton 10g
  • Natriumchlorid: 5.0g
  • Dinatriumhydrogenphosphat: 3.5g
  • Kaliumhydrogenphosphat: 1.5g
  • Endgültiger pH-Wert (bei 25 °C): 7,2 ± 0,2
  • Die Formel wurde angepasst und standardisiert, um den Leistungsparametern gerecht zu werden.

Anleitung: 20,0 g in 1000 ml gereinigtem/destilliertem Wasser suspendieren. Bei Bedarf erwärmen, um das Medium vollständig aufzulösen. In 50-ml-Portionen in Röhrchen oder Kolben abfüllen oder nach Bedarf. Durch Autoklavieren bei 15 psi (121 °C) für 15 Minuten sterilisieren. Falls gewünscht, den rehydrierten Inhalt einer Ampulle CCV-Supplement (FD247) aseptisch zu 1000 ml Medium zur Anreicherung von Escherichia coli O157:H7 geben.

Prinzip und Interpretation: Gepuffertes Peptonwasser ist ein Voranreicherungsmedium, das die Regeneration subletal geschädigter Salmonellen vor der Übertragung auf ein Selektivmedium unterstützt. Dieses Medium ist frei von Inhibitoren, gut gepuffert und bietet optimale Bedingungen für die Regeneration von Zellen, die durch Lebensmittelkonservierungsprozesse geschädigt wurden. Edel und Kampelmacher (1) stellten fest, dass subletale Schäden an Salmonellen durch Lebensmittelkonservierungsmethoden wie Hitze, Austrocknung, hohen osmotischen Druck, Konservierungsmittel oder pH-Wert-Änderungen auftreten können. Gepuffertes Peptonwasser während der Voranreicherungsphase trägt zur Regeneration geschädigter Zellen bei, die empfindlich auf niedrige pH-Werte reagieren können (2). Dies ist besonders wichtig für pflanzliche Proben, die eine geringe Pufferkapazität aufweisen. Dieses Medium kann zur Prüfung von Trockenfutter für Geflügel verwendet werden (3). In einer Studie zur Isolierung von Salmonellen aus künstlich mit subletal geschädigten Organismen kontaminiertem Fleisch zeigte die Voranreicherung in gepuffertem Peptonwasser bei 37 °C über 18 Stunden vor der Selektion in Tetrathionat-Brillantgrün-Galle-Bouillon (M1255) überlegene Ergebnisse im Vergleich zur direkten Selektionsmethode. Laktosebouillon wird häufig als Voranreicherungsmedium verwendet, kann jedoch die Gewinnung von Salmonellen beeinträchtigen (4).

Die Medien enthalten Proteosepepton als Quelle für Kohlenstoff, Stickstoff, Vitamine und Mineralstoffe. Natriumchlorid sorgt für den osmotischen Ausgleich, und Phosphate puffern das Medium. Die Bouillon ist nährstoffreich, führt zu hohen Reaktivierungsraten für subletal geschädigte Bakterien und fördert deren intensives Wachstum. Das Phosphatpuffersystem verhindert Bakterienschäden durch pH-Wert-Schwankungen des Mediums.10 g der Probe werden in 50 ml dieser Medien inokuliert und 18 Stunden bei 35–37 °C inkubiert. Überführen Sie 10 ml dieses Mediums in 100 ml Tetrathionat-Bouillon (M032) und inkubieren Sie die Mischung 24–48 Stunden bei 43 °C. Anschließend erfolgt eine Subkultivierung auf selektiven Nährmedien. Untersuchen Sie die Platten auf charakteristische Salmonella-Kolonien.

Probenart: Lebensmittel- und Milchprodukte

Probenentnahme und -verarbeitung: Bei Lebensmittel- und Milchprodukten sind die entsprechenden Verfahren zur Probenentnahme und -verarbeitung gemäß den Richtlinien (5, 6, 7) zu befolgen. Kontaminierte Materialien müssen nach Gebrauch im Autoklaven sterilisiert und anschließend entsorgt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen: Lesen Sie das Etikett vor dem Öffnen des Behälters. Tragen Sie Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz. Beachten Sie beim Umgang mit Proben und Kulturen die üblichen mikrobiologischen Laborpraktiken. Standardvorkehrungen gemäß den geltenden Richtlinien/relevanten Sicherheitsdatenblättern.

Jede Charge des Mediums wurde auf die im Analysezertifikat (COA) aufgeführten Organismen getestet. Anwendern wird empfohlen, das Medium je nach Bedarf auf weitere, nicht im COA aufgeführte Mikroorganismen zu validieren. Zur Bestätigung sind weitere Anreicherungen und Isolierungen erforderlich.

Leistung und Bewertung: Die Leistung des Mediums ist bei sachgemäßer Anwendung gemäß Etikett innerhalb der Verfallsdatums und bei Lagerung unter den empfohlenen Bedingungen zu erwarten.

Qualitätskontrolle: Aussehen: Cremefarbenes bis gelbes, homogenes, rieselfähiges Medium.

Farbe und Klarheit des zubereiteten Mediums: Hellgelbe, klare Lösung ohne Ausfällung.

Reaktion: Reaktion einer 2,0%igen (w/v) wässrigen Lösung bei 25 °C. pH-Wert: 7,2 ± 0,2

Kulturelle Reaktion: Kulturelle Merkmale, die nach einer Inkubation bei 35-37°C für 18-24 Stunden beobachtet wurden. (Die Anzucht erfolgt auf XLD-Agar, (M031).):

  • Salmonella Enteritidis ATCC 13076 (00030*)..... Inokulum (KBE): 50-100....Wachstum: gut bis üppig.....Ausbeute: >=50%
  • Salmonella Typhi ATCC 6539..... Inokulum (KBE): 50-100....Wachstum: gut bis üppig.....Ausbeute: >=50%
  • Salmonella Typhimurium ATCC 14028 (00031*)..... Inokulum (KBE): 50-100....Wachstum: gut bis üppig.....Ausbeute: >=50%
  • Escherichia coli O157:H7 NCTC 12900 (00014*)..... Inokulum (KBE): 50-100....Wachstum: gut bis üppig, [Ausbeute auf Trypton-Soja-Agar (M290)].....Ausbeute: >=50%
  • Lagerung und Haltbarkeit: Lagern Sie das Produkt in einem dicht verschlossenen Behälter bei 10–30 °C und das zubereitete Medium bei 15–30 °C. Verwenden Sie das Produkt vor dem auf dem Etikett angegebenen Verfallsdatum. Nach dem Öffnen sollte das Produkt trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden, um Klumpenbildung aufgrund der hygroskopischen Eigenschaften des Produkts zu vermeiden. Unsachgemäße Lagerung kann zu Klumpenbildung führen. Lagern Sie das Produkt an einem trockenen, gut belüfteten Ort, geschützt vor extremen Temperaturen und Zündquellen. Verschließen Sie den Behälter nach Gebrauch wieder fest. Die beste Produktleistung wird erzielt, wenn das Produkt innerhalb des angegebenen Verfallsdatums verwendet wird.

    Entsorgung: Der Anwender muss die sichere Entsorgung gebrauchter oder unbrauchbarer Zubereitungen dieses Produkts durch Autoklavieren und/oder Verbrennen gewährleisten. Bei der Entsorgung infektiöser Materialien sind die etablierten Laborverfahren zu beachten. Material, das mit der Probe in Kontakt gekommen ist, muss dekontaminiert und gemäß den geltenden Labortechniken entsorgt werden (8,9).

    Literatur:

    • 1. Edel and Kampelmacher, 1973, Bull. W.H.O., 48:167.
    • 2. Sadovski, 1977, J. Food Technol., 12:85.
    • 3. Juven, Cox, Bailey, Thomson, Charles and Schutze, 1984, J. Food Prot., 47:299.
    • 4.Angelotti, 1963, Academic Press, New York, N.Y.
    • 5.American Public Health Association, Standard Methods for the Examination of Dairy Products, 1978, 14th Ed., Washington D.C.
    • 6.Salfinger Y., and Tortorello M.L. Fifth (Ed.), 2015, Compendium of Methods for the Microbiological Examination of Foods, 5th Ed., American Public Health Association, Washington, D.C.
    • 7. Wehr H. M. and Frank J. H., 2004, Standard Methods for the Microbiological Examination of Dairy Products, 17th Ed., APHA Inc., Washington, D.C.
    • 8. Isenberg, H.D. Clinical Microbiology Procedures Handbook. 2nd Edition.
    • 9. Jorgensen, J.H., Pfaller, M.A., Carroll, K.C., Funke, G., Landry, M.L., Richter, S.S and Warnock., D.W. (2015) Manual of Clinical Microbiology, 11th Edition. Vol. 1.
    Gepuffertes Peptonwasser</p>Buffered Pepton Water</p>Laborbedarf, Chemikalien, Biochemikalien, Pulvermedien,gepuffertes Peptonwasser