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Gruppe:Biochemikalien
Untergruppe:Lösungsmittel,Formamid
Artikel:Formamid BioChemica
Bezeichnung:

Formamid BioChemica, (Ameisensäureamid, CH3NO), M= 45,04 g/mol

CAS-Nr.: 75-12-7, HS-Nr.: 29241000, EG-Nr.: 2008420

Lagerung: RT, LGK: 6.1 A, Entsorgung: 1, R: 61, S: 53-24/25-37-45 / WGK: 1, fortpflanzungsgefährdend, Giftklasse (CH): 3

Eigenschaften:

  • Dichte (d 20°/4°).....1,13
  • n 20°/D.....1,4472
  • Schmelzpunkt.....2°C
  • Siedebereich.....210°C

Spezifikation:

  • Gehalt (aus N) min. 99,5%
  • Schwermetalle (als Pb) max. 0,0005%
  • Wasser max. 0,1%
  • Chlorid max. 0,0001%

A (1 cm/10 M in HPLC-Wasser):

  • 260 nm.....max. 0,4
  • 280 nm.....max. 0,1

Hinweis:

RNA oder DNA mit einer Kettenlänge >150 - 200 Basenpaare denaturiert komplett bei Raumtemperatur in 98 % Formamid, nicht jedoch in 7 M Harnstoff. Auf diese Weise ist die Größe der DNA-/RNA-Einzelstränge genau bestimmbar, da unter diesen Bedingungen die Basenzusammensetzung und Sekundärstruktur ohne Bedeutung sind. Das Polyacrylamidgel muss 98 % Formamid (deionisiert und wasserfrei) enthalten. Dabei wird Acrylamid und Bisacrylamid im Formamid gelöst. Entsprechend werden auch Formamid-haltige Ladepuffer (Ladepuffer VI Sequenziergele oder Ladepuffer VII denaturierende Agarose-Gele) verwendet. Die Stabilität von RNA ist in Formamid wesentlich höher als in DEPC-behandeltem Wasser. Die Langzeit-Lagerung von über einem Jahr kann bei -20°C erfolgen, statt -70°C bei Lagerung in DEPC-behandeltem Wasser. In Blot-Experimenten werden zunehmend auch nicht-Formamid-enthaltende Puffer entwickelt, wobei bestimmte Vorteile des Formamids durch andere Puffer nicht ausgeglichen werden können. Hybridisierung von Nukleinsäuren in Formamid-haltigen Puffern führt zu sehr spezifischen Hybriden und damit zu weniger Waschschritten.

Formamid BioChemica