| Produktgruppen | |
| Gruppe: | Biochemikalien |
| Untergruppe: | weitere Biochemikalien,BSA |
| Artikel: | Albumin Fraktion V (pH 7,0) für die ZellbiologieAlbumin fraction V (pH 7.0) for cell biologyLaborbedarf,Chemikalien,Biochemikalien,Albumin Fraktion V (pH 7,0) |
| Bezeichnung: |
Albuminfraktion V, auch Rinderserumalbumin (BSA) genannt, ist ein Protein, das aus Rinderblutplasma gewonnen wird. Die Bezeichnung „Fraktion V“ basiert auf der Extraktionsmethode nach Cohn, die das unterschiedliche Löslichkeitsverhalten der Proteine ??im Blutplasma ausnutzt. Bei der Trennung von Plasmaproteinen nach Cohn stellt BSA die fünfte Fraktion dar. BSA trägt unter physiologischen Bedingungen eine negative Nettoladung und ist ein kleines (~67 kDa), stabiles Protein. Im Blut reguliert BSA den kolloidosmotischen Druck und fungiert als Transportprotein für zweiwertige Kationen (Zn²?, Cu²?). Darüber hinaus weist Rinderserumalbumin eine hohe Affinität zu polaren (Wasser, Salze) und unpolaren Substanzen (z. B. Fettsäuren, Hormone) auf. Es kann auch toxische und pyrogene Substanzen binden und ist daher ein wertvoller Zusatzstoff in Zellkulturmedien. BSA ist außerdem Hauptbestandteil von fötalem Kälberserum (FBS). BSA ist jedoch kein Ersatz für FBS, da die zahlreichen Komponenten von FBS in ihren komplexen Eigenschaften nicht durch ein einzelnes Protein ersetzt werden können. Albuminfraktion V ist in verschiedenen Reinheitsgraden erhältlich, die je nach ihren Eigenschaften/Parametern für unterschiedliche Anwendungen geeignet sind. Abhängig vom verwendeten Extraktions- und Reinigungsverfahren weist das Endprodukt BSA Unterschiede in der Reinheit und der Menge an Spuren von Enzymen, Metaboliten, Peptiden, Fettsäuren usw. auf. Die Anwendungsgebiete von BSA sind äußerst vielfältig. Es ist ein gängiger Zusatzstoff in Zellkulturmedien und -lösungen (als Wachstumsfaktor, Stabilisator und Entgiftungsmittel) und ein essenzieller Bestandteil in einer Vielzahl biochemischer und immunologischer Anwendungen. Da BSA ein nicht-reaktives Protein ist, wird es häufig als Blockierungsmittel in der Immunhistochemie (Western Blot, ELISA) eingesetzt. Dabei bindet BSA unspezifisch an alle freien Bindungsstellen und ermöglicht so die spezifische Kopplung des Antikörpers an die Zielantigene. Die Fähigkeit von BSA, Oberflächen zu „sättigen“, wird auch genutzt, um zu verhindern, dass Enzyme an Gefäßwänden und Pipettenspitzen haften bleiben. In biochemischen und molekularbiologischen Laboren wird BSA verschiedenen Verdünnungs- und Lagerpuffern zugesetzt, um isolierte Proteine/Enzyme/Antikörper zu stabilisieren (Verhinderung von Proteolyse und Denaturierung). Aufgrund seiner guten Bindungseigenschaften kann BSA auch zur Solubilisierung hydrophober Makromoleküle wie Lipide oder empfindlicher Enzyme verwendet werden.
|
![]() |